Der große Fondant-Guide

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Der große Fondant-Guide

Fondant? Ach, das ist doch diese süße Masse. Was war das noch gleich? Marzipan?

Kein anderes Material aus der Backstube ist so faszinierend und geheimnisvoll zugleich. Viele kennen es, doch nur die Wenigsten kennen sich damit aus. Ab jetzt müsst Ihr nicht mehr  “so tun, als ob”, denn wir klären und erklären alle wichtigen Fragen rund um dasThema “ Fondant ”. Wir veröffentlichen auf unserem Blog, neben ganz vielen anderen spannenden Themen, regelmäßig einen Fondant-Artikel. Zusammengefasst ergeben die einzelnen Artikel den“ Fondant-Guide ” - ein Leitfaden, der Euch durch den Zuckermassen-Dschungel führt. Wir beginnen mit den Basics, klären euch über die perfekte Unterlage für Fondant auf, helfen Euch bei den Vorbereitungen und sprechen über die häufigsten Fehler beim Arbeiten mit Fondant. Kurz und knapp: Wir machen Euch zu den Fondant-Experten, die Ihr schon immer sein wolltet.

Viel Spaß dabei!

 

BASICS

Für die Neunmalklugen: Was bedeutet Fondant?

Fondant ist ein ursprünglich französisches Wort und wird von “fondre” hergeleitet. Fondant bedeutet “im Munde zergehend”, “fondre” übersetzt man mit “schmelzen”. Laut Duden kannman “der” oder “das” Fondant sagen, der korrekte Plural lautet: “die Fondants”.

Für die Kalorienzählerinnen: Was ist Fondant?

Fondant ist eine Zuckermasse, denn es besteht zu 90% aus Zucker. Es wird zum Eindecken von Torten oder zum Herstellen von Deko-Elementen verwendet. Wenn wir es ganz genau nehmen wollen, müssten wir jetzt in die chemische Tiefe gehen und erwähnen, dass Fondant aus Wasser, Saccaraose, Glucosesirup, Invertzuckercreme und/oder Zuckeralkoholen hergestellt wird. Wir müssten außerdem erklären, dass Saccharose ein Kristallzucker oder Invertzuckercreme ein Gemisch aus Trauben- und Fruchtzucker ist. Da das aber nur die Wenigsten interessiert und Ihr euch vermutlich nicht lange mit der Theorie aufhalten möchtet, kommen wir statt dessen zu den wirklich wichtigen Fakten:100 Gramm Fondant haben genau 373 Kalorien und exakt 0 Gramm Fett.

Was muss man sonst noch wissen?

Die Fondant-Masse ist knetbar, kann eingefärbt, ausgerollt und auch ausgestochen werden. Reste könnt Ihr ganz einfach im Kühlschrank lagern und wieder verwenden. Dabei solltet Ihr aber unbedingt darauf achten, dass Ihr die Masse vorher von Kuchenkrümeln befreit! Außerdem müssen die Fondant-Reste luftdicht verpackt werden. Am besten wickelt Ihr die Masse zuerst in Frischhaltefolie und packt dann alles nochmal in eine Dose oder eine Tüte. Achtet darauf, dass in dem Kühlschrank, wo Ihr das Fondant lagert, kein Obst oder Gemüse verstaut wird. Obst und Gemüse geben nämlich Feuchtigkeit ab und die zwei F-Wörter F ondant und F euchtigkeit vertragen sich so überhaupt nicht! Deswegen ist Fondant auch nicht zum Einfrieren geeignet. Da Fondant sehr feuchtigkeitsempfindlich ist, darf es auch nicht direkt mit Sahne-, Quark oder Puddgingcremes in Berührung kommen. Der hohe Feuchtigkeitsgehalt der Cremes würde die Zuckermasse ziemlich schnell aufweichen. Dazu aber später mehr.

Für die Puzzlefans: Welche unterschiedlichen Fondant-Sorten gibt es?

Nun kommt doch noch etwas Theorie. Was Fondant ist, haben wir ja schon geklärt. Sagen Euch die Begriffe Modellierfondant oder Blütenpaste etwas? Diese zwei Wörter komplettieren das Fondant-Puzzle.

Blütenpaste

Blütenpaste verwendet man meist für filigrane Dekorationselemente. Anders als Fondant, kann die Paste nämlich sehr dünn ausgerollt und verarbeitet werden. Dabei muss man alledrings relativ flott arbeiten, denn die Masse härtet sehr schnell aus. Eine weitere Eigenschaft von Blütenpaste ist, dass diese in ausgehärteter Form sehr stabil ist. Der Vorteil: Gerade bei Deko-Elementen, die aufgerichtet werden sollen, verliert Blütenpastenicht so schnell seine Form. Der Nachteil: Im getrockneten Zustand ist die Deko sehr zerbrechlich! Also Vorsicht beim Transport Eurer Kunstwerke! Ein kleiner Tipp für die Sparfüchse unter Euch: Blütenpaste ist in der Anschaffung etwas teurer als Fondant. Im Gegensatz zu Fondant kann die Paste aber eingefroren werden. Dazu schneidet Ihr die Reste einfach in kleine Stücke, wickelt diese in Frischhaltefolie und packt sie in einen Gefrierbeutel oder eine Dose. Nach dem Auftauen könnt Ihr die Blütenpaste dann wie gewohnt verarbeiten.

Modellierfondant

Modellierfondant ist quasi eine Zwischenform von Fondant und Blütenpaste. Es härtet ähnlich wie Blütenpaste gut aus, ist aber länger formbar, weswegen es für das Modellieren von Figuren sehr gut geeignet ist. Ihr erhaltet Modellierfondant, indem Ihr herkömmliches Fondant mit CMC oder mit Blütenpaste mischt. CMC steht für “Carboxymethylcellulosen”. Es ist ist ein Cellulosestoff, den man in Pulverform erhalten kann. Er gibt dem Fondant seine Festigkeit und sorgt dafür, das es aushärten kann. Für 250 Gramm Fondant braucht Ihr einen Teelöffel CMC. Möchtet Ihr Blütenpaste verwenden, so lautet das Verhältnis zwischen Fondant und Paste 1:1.

Für die, die es ganz genau wissen wollen: Wie viel Fondant braucht man?

Generell gilt: lieber zu viel, als zu wenig. Und um ganz genau zu sein: Für eine Standarttorte mit einem Durchmesser von 26 cm braucht Ihr ca. 1 kg Fondant. Das hängt natürlich davon ab, wie dick oder dünn Ihr die Masse ausrollt. Ist das Fondant zudick, kann es zu schwer für die Torte werden und die Form zerstören. Bei zu dünn ausgerolltem Fondant sieht man schneller Unebenheiten und es kann reißen. Findet hier den für Euch richtigen Mittelweg. Apropos Ausrollen: Durch das Benutzen von Bäckerstärke, klebt das Fondant nicht so sehram Untergrund. Theoretisch könnt Ihr auch Puderzucker verwenden, allerdings lässt sich das nicht so leicht von der Masse entfernen wie Bäckerstärke. Rollt das Fondant unbedingt größer aus als die Torte! Was zu viel ist, schneidet Ihr einfach ab. Die Reste von Krümeln befreien, in Folie und Tüten einwickeln und ab damit an einenkühlen, dunklen Ort. So seid Ihr für die nächste Motivtorte bestens vorbereitet.

Für die Paradiesvögel: Fondant & Farbe

Alle Torten dieser Welt wären nur halb so schön, würde man sie nicht verzieren. Und eine Verzierung ohne Farbe, ist wie eine Torte ohne Geschmack. Lebensmittelfarben gibt es in den unterschiedlichsten Farbnuancen, sie glitzern oder man kann mit ihnen einen metallischen Look erzeugen. Aber welche Farbe ist für was genau geeignet? Wann nimmt man flüssige oder gelartige Farbe und wo kommt Puderfarbe zum Einsatz? Fragen über Fragen. Hier kommen die Antworten: Für das Einfärben von Fondant, Blütenpaste oder Modellierfondant braucht ihr so genannte Pasten- oder Gelfarben. Pastenfarben sind, wie der Name schon sagt, Farben in Pastenform. Ihre Konsistenz ist gelartig, ihr Farbergebnis intensiv. Ein wichtiges Hilfsmittel zum Einfärben der Zuckermasse ist der Zahnstocher. Mit ihm könnt Ihr die Farbe dosieren. Fangt mit ein oder maximal zwei Zahnstocherspitzen Pastenfarbe an und steigert Euch nach Bedarf langsam - und schon wird aus der weißen Masse ein farbenfrohes Dekomaterial. Achtet aber unbedingt darauf, dass Ihr mit sauberen Gegenständen arbeitet! Tunkt nichtmehrmals denselben Zahnstocher in die Paste. Wenn Ihr sauber arbeitet, sind Pastenfarben sehr lange haltbar. Die Farben sind untereinander mischbar. Für Einsteiger sind Farbsets eine super Möglichkeit sich auszutoben, ohne sich gleich das gesamte Farbsortiment zulegen zu müssen. Ebenfalls zum Einfärben geeignet sind Gelfarben. Der Vorteil hier: Ihr könnt den Zahnstocher weg lassen, denn die Farbe kommt direkt aus der Tube. Bitte benutzt keine Flüssigfarben zum Einfärben von Fondant, denn die verdünnen die Masse. Ihr wollt euer Fondant schwarz einfärben? Dann scheint Ihr Herausforderungen zu lieben. Fondant intensiv zu schwärzen ist ein echter Aufwand! Arbeitet am besten einen Tag im Voraus, denn nicht selten verändert das Fondant beim Einfärben mit sehr dunkler Farbe seine Konsistenz. Im Notfall habt Ihr dann noch einen kleinen Zeitpuffer, falls das Projektvom Vortag gescheitert ist. Hier ist es generell sinnvoll etwas mehr Zeit einzuplanen (bestenfalls 24 Stunden), da die Farben mit der Zeit etwas nach dunkeln. Kleiner Tipp: Das beste Schwarz-Ergebnis erzielt Ihr, indem Ihr bunte Fondantreste nehmt und diese schwarz einfärbt. Sollte es Euch passieren, dass durch das Einfärben mit Lebensmittelfarben das Fondant zu weich wird, so könnt Ihr durch Beimengen von CMC die Konsistenz retten. Puderfarben eignen sich zum Abpudern von Deko-Elementen wie Blüten, Buchstaben und Co. Ihr könnt mit dem feinen Pulver im Handumdrehen wundervolle Effekte zaubern, Euren Zuckerblumen ein realistischeres Aussehen verleihen oder einfach Konturen besser zum Vorschein bringen. Mit einem Pinsel aufgetragen sind die Puderfarben ganz leicht anwendbar. Ihr könnt das Pulver aber auch als Flüssigfarbe verwenden. Dazu müsst ihr es nur mit etwas klarem Alkohol verdünnen.

 

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